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Freitag, 27. Januar 2012

Weitere religiöse Angebote

„Chill ’n pray“ – Zeit der Stille und des Gebetes

Unser Meditationsraum, der sich in seiner räumlichen Gestaltung noch „im Übergang“ weiß, lädt zur Betrachtung und zum persönlichen Gebet ein.

In den geprägten Zeiten (Adventszeit, Österliche Bußzeit) finden hier einmal wöchentlich freiwillige Morgenimpulse, sogenannte „Frühschichten“, statt: Das sind kurze Morgengebete mit anschließendem gemeinsamem Frühstück in den Räumen der Ernährungslehre.

Gesonderte Aushänge informieren über diese und andere außerplanmäßigen Gottesdienste und finden Sie hier.

„Hungertuch“ - Schulgottesdienst am Mittwoch, dem 24.03.10

Für die heutige Messe haben wir, die katholischen Religionskurse der Jahrgangsstufe 13, uns mit Hungertüchern auseinandergesetzt. Das Hungertuch, auch Fastentuch genannt, wurde schon erstmals im Jahr 1000 n.Chr. in alten Schriften erwähnt. Damals war es noch ein einfarbiges Tuch, als Form der Sakralkunst wurde es erst ab dem 13. Jahrhundert entdeckt.

Von da an wurde es häufig mit Passionsszenen bemalt bzw. bestickt und verhüllte mit Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch das Kruzifix, ursprünglich auch den Altar. Es sollte eine Bußübung für die Gemeinde sein, die durch das Tuch vom Altarraum   getrennt wurde.  Somit sollte eine größere Distanz zu Gott symbolisiert werden, die  mit dem Ende der Fastenzeit und dem „Fall des Hungertuchs“ in der Osternacht aufgehoben wurde. Zudem wurde dadurch verdeutlicht, dass der Gläubige seine Buße getan hatte und dass Christus wieder unverhüllt in göttlicher Herrlichkeit vor dem Menschen stehe. Vor diesem Hintergrund haben auch wir uns mit dem Thema „Hungertuch“ beschäftigt und eine eigene Variante auf Leinwänden, in Kreuzform gestaltet, erstellt. Das Ergebnis zeigt das Foto.

Das Original kann im Meditationsraum der Schule betrachtet werden. Dort befinden sich auch Erläuterungen der Künstlerinnen zu jedem Bild.

Florentine Exner und Clara Schröder

Sakrament der Versöhnung

Vor Weihnachten und vor Ostern sowie nach persönlicher Vereinbarung mit Pfr. Schultheis besteht die Möglichkeit zum Empfang des Sakramentes der Versöhnung (Beichte) in Form des Beichtgesprächs sowie – wenn gewünscht – im Beichtstuhl in St. Elisabeth.

In der Fastenzeit begehen wir den „Tag der Versöhnung“. An diesem Tag haben die Schülerinnen bis in den frühen Nachmittag die Möglichkeit, nach Feier eines gemeinsamen ökumenischen Bußgottesdienstes, ein Seelsorgs- und/oder Beichtgespräch mit einem/einer Seelsorger(in) zu führen.

Hier geht es zum Bericht: Tag der Versöhnung

Religiöse Erlebnistage der Klassen 5

Die Klassen der Stufe fünf fahren Ende November/Anfang Dezember zusammen mit ihren Klassenleitern und ihren Mentorinnen mit Frau Laube und Herrn Pfr. Schultheis auf religiöse Erlebnistage.

Für einen Tag inklusive einer Übernachtung gilt es, im gemeinsamen Spielen, Nachdenken, bei biblischer Gruppenarbeit, Abendmeditation, Eucharistiefeier sowie gemeinsamem Wandern und Essen, die noch junge Klassengemeinschaft zu stärken und ein gutes „Wir“-Gefühl zu wecken.

Projektbesinnungstage der Klassen 9

„Wagt es, lasst euch auf etwas Neues ein; fasst Mut und mutet euch selbst etwas zu“! Nein, so lautet nicht die neue Enzyklika des Papstes; auch ruft nicht etwa Paulus in der Bibel diese Losung aus: Vielmehr handelt es sich bei diesen programmatischen Sätzen um die Leitidee der Projektbesinnungstage in der Stufe 9, die von den Religionslehrern der LFS organisiert und durchgeführt werden.

Mal etwas machen, was man sonst nicht täte; mal ausbrechen aus dem „Normalen“, „Alltäglichen“; sich mal etwas zumuten, um in der Herausforderung etwas von dem Anruf Abrahams nachzuspüren, der von Gott in eine ungewisse Zukunft gerufen wurde und wider aller besseren Wissens ging, ist der Sinn dieser fünftägigen Besinnungstage. Ob im Kloster bei „Ora et labora“; ob beim Wandern auf dem Jakobsweg; ob bei Abenteuerpädagogik und sportlicher Betätigung; ob mittels Kunst, Malerei und Werken: Die von den Schülerinnen gewählten Projekte dienen dazu, in der ein oder anderen „Grenzüberschreitung“ aus sich selbst heraus zu gehen, über sich selbst hinauszuwachsen, dabei über sich nachzudenken, miteinander und mit Gott über die gemachten Erfahrungen in Dialog zu treten, um – wie Abraham – ein klein bisschen oder auch ein wenig mehr zum Segen zu werden: füreinander und für sich selbst, getreu dem Motto: „Nur wer wagt, gewinnt!“

Hier gibt es Fotos von den Projektbesinnungstagen 2008.

Im Schuljahr 2008/09 verbrachten 15 Schülerinnen aus den Klassen 9a und 9b mit Frau Seifert vom 25. bis zum 29. 5. 09 Besinnungstage in Merzbach, die als Thema „Kunst“ hatten und bei denen die „Ich-Findung“ im Vordergrund stand. Die Ergebnisse dieser Tage wurden am Schluss des Schuljahres beim Sommerfest am 29. 6. 09 in der Schule ausgestellt. 

Beispiele der Arbeiten finden Sie hier.

Besinnungstage in der Abtei Mariendonk

Unsere Fahrt vom 03. bis zum 07. Mai 2010 begann verhältnismäßig spät: als wir uns um 11.00 Uhr am Bonner Bahnhof trafen, waren die anderen Gruppen längst unterwegs.

Im Kloster wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Nach dem Kaffee und dem Beziehen der  Zimmer führte uns Schwester Justina ins Klosterleben ein. Die erste Gebetszeit, an der wir teilnahmen, war die Vesper um 18.00 Uhr. Weitere Gebetszeiten  waren das Morgenoffizium um 6.30 Uhr, das Mittagsgebet um 11.30 Uhr und die Komplet um 20.00 Uhr. Das Morgenoffizium beinhaltete auch eine Eucharistiefeier. Die Gebetszeiten bestanden hauptsächlich aus gesungenen Psalmen, die wir mitsingen durften. Am Dienstagmorgen durften wir nach einer kurzen Nacht das erste Mal arbeiten. Verschiedene Arbeiten im Garten (Rhabarberernte, Anlegen eines Weges) galt es zu erledigen, wie wir es auch am Mittwoch taten. Am Donnerstag mussten wir Fenster putzen und in der Küche helfen. Nachmittags führten wir Gespräche mit Schwester Justina, Schwester Rebecca oder anderen Schwestern. Die Gespräche fielen sehr unterschiedlich aus. Meistens stand das Leben der Nonnen und wie man auf diesen Weg kommt im Mittelpunkt. Wir sprachen aber auch viel über Glauben. Trotz allem hatten wir viel Freizeit und konnten viel mit unserer Gruppe machen. Am Freitag ging es wieder nach Hause.

Insgesamt war es eine sehr schöne Woche, in der wir Ruhe fanden, uns besinnen konnten, und uns, einander und das Leben der Nonnen besser kennen lernten. Ich glaube, die Woche hat vermutlich allen sehr gut getan.

Nadine Väth

Besinnungstage der Jahrgangsstufe 11

An das dreiwöchige Sozialpraktikum der Jahrgangsstufe 11 schließen sich die dreitägigen Besinnungstage an. Ziel dieser Tage ist es, im gemeinsamen Austausch die im Praktikum gemachten Erfahrungen zu reflektieren. Für Frohes und Erfüllendes ist ebenso Platz wie für Trauriges und Nervendes. Grenzerfahrungen werden genauso in Kleingruppen ausgetauscht wie schöne und lustige Momente.

Auf der Folie der im Praktikum gemachten Erlebnisse helfen Vertreter aus den unterschiedlichen Sozialberufen, Wert, Chancen und Grenzen von Berufen in sozialer Arbeit aufzuzeigen, die für die spätere Berufswahl einmal von Interesse sein können, ferner die unterschiedlichen Erlebnisse richtig „einzuordnen“ und im gemeinsamen Austausch in guter Weise zu „verdauen“. Gebetszeiten und gemeinsame Eucharistie holen den in die Erinnerungen und Erlebnisse hinein, der im Evangelium von sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Wallfahrten

Menschen, die auf Wallfahrt gehen, tun dies, um unterwegs und am Wallfahrtsort Gott nah zu sein. Oft gibt es an den Wallfahrtsorten oder in der Nähe eine besondere Stelle, z. B. eine Heiligenfigur oder ein Gemälde, das schon seit langer Zeit von Gläubigen verehrt und unzählige Menschen zum Gebet versammelt hat. Gerne zünden dort Gläubige Kerzen an. Besonders Menschen, die in Not sind, bitten an solchen Orten Gott um Hilfe, und sie danken ihm dort, wenn sie sich in einer Notsituation von Gott getragen wussten.

Ein solcher Ort ist auch Knechtsteden, zu dem seit vielen Jahrhunderten Menschen wallfahren. In die Schar der Wallfahrer reihen sich jährlich unsere sechsten Klassen ein, die sich gemeinsam mit den Sechstklässlern der Erzbischöflichen Schulen nach Knechtsteden aufmachen, um in Liedern und Gebeten Gott zu loben und im stillen Gebet ihm diejenigen Dinge anzuvertrauen, die sie momentan belasten oder traurig stimmen.

In regelmäßigen Abständen nehmen die Schülerinnen der achten Klassen an der jährlich stattfindenden Domwallfahrt nach Köln teil.

Geistliche Fahrt nach Taizé

Einmal im Jahr machen sich etwa 30 Schülerinnen ab Klasse 10 mit zwei begleitenden Lehrern und Pfr. Schultheis auf den Weg nach Taizé im französischen Burgund, um dort - in einem internationalen geistlichen Zentrum für Jugendliche und Junggebliebene – einige Tage zu verbringen. Der nachfolgende Bericht einer Schülerin gibt einen Eindruck, was Taizé ist und warum es sich lohnt, auch als Schule eine Fahrt dorthin anzubieten.

„Taizé, ehemals als kleines Mönchkloster von Frére Roger gegründet, avancierte nicht lange nach seiner Gründung zu einer Pilgerstätte von Jugendlichen, die von der Lebensweise von Frére Roger und seinen Brüdern derart fasziniert waren, dass sie es ihm für eine begrenzte Zeit gleich tun wollten: „Lebe einfach und nach dem Wort Jesu Christi. Lebe das von der Bibel, was du verstanden hast!“. Mittlerweile wird Taizé jährlich von bis zu zehntausend Jugendlichen besucht.

Der Tagesablauf in Taizé zeigt sich als eine Mischung aus Gebet, Bibeleinführung, Gespräch, Arbeitseinsatz und Begegnung mit Menschen. Den Anfang des Tages bildet ein Morgengottesdienst mit Kommunionspendung. Etwa fünftausend Jugendliche und mehr kommen in die riesige, einfache Kirche und suchen sich, wo sie gerade wollen, eine Platz zum Sitzen auf dem Boden. Auch der Ablauf ist anders: Er besteht aus einem Wechsel von Singen, Vorlesen von Bibeltexten, Stille und Gebeten – alles in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Atmosphäre, besonders im Gottesdienst am Freitag- und Samstagabend, ist nicht zu beschreiben!

Für Jugendliche ist es großartig, auf eine fromme und zugleich lockere Art und Weise zu beten und Gott nahe zu sein. Dem Morgengebet folgt das Frühstück, was natürlich gemeinsam eingenommen wird. Man teilt sich seinen Essensplatz mit Menschen der verschiedensten Nationen. Bei gutem Wetter kann man das Frühstück in der Sonne einnehmen, so dass man schnell ins Gespräch mit unterschiedlichen Menschen kommt, was nicht selten zu neuen Bekanntschaften führt.

Nach dem Frühstück teilen sich die Jugendlichen in Gruppen und Workshops auf, die von Brüdern angeleitet werden. Nach einer Bibeleinführung tauscht man sich in Kleingruppen über die Bibelstelle aus.

Nach dem Mittagsgebet und dem Mittagessen gibt es ein wenig Freizeit, so dass man sich auf seinem Bett ausruhen, sich mit anderen treffen, in den Chor oder zur „Quelle“, einem besonderen Ort der Stille mit See und einem kleinen Wasserfall, gehen kann. Oft finden in der Mittagszeit aber auch die Arbeitsgruppen statt (Putzen, Mülltonnen leeren, Spülen …)

Nach der nachmittäglichen Bibelgruppe gibt es um 17.15 Uhr Tee und Plätzchen. Um 19.00 Uhr geht es mit dem Abendessen weiter. Das letzte Gebet des Tages findet um 20.30 Uhr statt. Danach trifft man sich am „OYAK“, einer Art großem Kiosk, bei dem abends gesungen und geredet wird. Jugendliche spielen Songs für jeden Geschmack und alle singen kräftig mit. Nicht selten finden sich 10-15 Gitarristen in der Mitte eines kleinen Platzes, umringt von einigen hundert singenden Jugendlichen.

Besonders beeindruckend ist die Lichtfeier am Samstagabend, bei der jeder eine kleine Kerze bekommt, die während des Gottesdienstes entzündet wurde, indem man von der Mitte ausgehend das Licht jeweils an seine Nachbarn weitergibt. Schließlich ist die gesamte Kirche erleuchtet: ein Bild, das einem lange im Gedächtnis bleibt.

Das Gemeinschaftsgefühl in Taizé ist äußerst schwer zu beschreiben. Am ehesten kann man es mit der Atmosphäre beim Weltjugendtag vergleichen. Tausende Jugendliche versammeln sich, um zu beten, nachzudenken und Gemeinschaft zu erleben. Jeder wird selbstverständlich in die Gemeinschaft aufgenommen, um den „Spirit“ von Taizé mitzuerleben.“ (Kerstin Morche)