8 Frauen – Eine Kriminalkomödie

Der diesjährige Literaturkurs der Q1 hat am 21.06.2019 und 23.06.2019 die französische Kriminalkomödie „8 Frauen“ an der Liebfrauenschule Bonn aufgeführt.

Am Anfang des Schuljahres wussten wir alle nicht genau was auf uns zu kommen würde. Zunächst haben wir kleine Schauspielübungen gemacht, denn eins war klar: Wir wollten ein Theaterstück auf die Beine stellen!

Als uns unser Kursleiter Herr Heßeler von dem besagten Stück erzählte, waren wir alle begeistert. Außer drei oder vier Mitschülerinnen hatte keine schauspielerische Erfahrungen. Die Idee, dass jede ein eigenes Solo singen muss, setzte uns zu Beginn sehr unter Druck, aber durch ein wenig Übung und Selbstbewusstsein hat es am Ende doch ganz gut geklappt. Nach wenigen Wochen waren wir uns dann sicher, dass das Stück „8 Frauen“ wie für unseren Kurs gemacht ist. Wir begannen damit, den ersten Akt zusammen zu lesen, um ein besseres Verständnis für das Stück und die einzelnen Personen zu bekommen. Sofort gab es Schülerinnen, die sich mit einer bestimmten Rolle identifizieren konnten. Als erste richtige Hausaufgabe sollte sich jede einen Charakter aussuchen und eine Personenbeschreibung zu ihm anfertigen. Danach fingen die Castings an. Zu Beginn haben Herr Heßeler und ich uns zusammengesetzt und genau überlegt, wen wir uns in welcher Rolle vorstellen könnten. Die Kursteilnehmerinnen, die keine Rolle haben wollten, sorgten unter anderem für die Organisation von benötigten Utensilien und für die Kostüme.

Die Proben waren sehr abwechslungsreich; es gab hin und wieder eine kleine Auseinandersetzung, aber die waren schnell vergessen.

Am Montag nach den Osterferien sind wir auf die Chorfreizeit mitgefahren. In diesen zwei Tagen probten wir intensiv. Endlich lief alles wie geplant. Alle konnten ihren Text fehlerfrei und wussten, wie sie sich zu verhalten hatten. Auch die Lieder waren kein großes Problem mehr.

Als wir wieder zu Hause waren, wurde mit der tatkräftigen Unterstützung von Herrn Nix und Herrn Hesse unser Bühnenbild aufgebaut. Eine Woche vor der Premiere übten die Schauspielerinnen ihre Lieder zum ersten Mal mit der Band.

Am 21.06.2019 war es dann endlich so weit. Zur Entspannung hörten wir viel Weihnachtsmusik. Mit jeder Minute stieg die Anspannung. Alle waren sehr aufgeregt, denn wir wussten, dass es immer noch Stellen gab, an denen die Schauspielerinnen kleine Probleme hatten. Während der Aufführung wurde viel gelacht und uns wurde klar, dass es dem Publikum gut gefällt. Erleichtert packten wir unsere Sachen zusammen und freuten uns auf die zweite Aufführung am Sonntag.

Bei der Inszenierung am 23.06.2019 waren wir bei weitem nicht so aufgeregt wie bei unserer Premiere. Ganz im Gegenteil: Wir waren alle seelenruhig entspannt. In der Woche nach den Aufführungen bekamen wir von jeder Seite positives Feedback.

Rückblickend ist es sehr schade, dass wir nur zwei Aufführungen hatten. Vor allem, weil wir so viel Zeit und Arbeit in das Stück investiert haben. Natürlich kamen wir alle an unsere Grenzen und es gab hin und wieder sehr emotionale Momente, aber im großen und ganzen war der Literaturkurs eine Bereicherung für uns alle. Wir sind eine sehr gemischte Gruppe von Leuten, die im normalen Schulalltag nicht viel mit einander zu tun hatten, aber durch diesen Kurs haben wir uns alle besser kennengelernt und uns gegenseitig ins Herz geschlossen.

Nina Schoog, Q1; Fotos: Leismann