Verleihung des 23. Jugendkunstpreises 2020 – „Brücke vom Kunstunterricht zum freien und professionellen Kunstbetrieb“

Gesellschaftskritisch, selbständig erarbeitet und kompositorisch wie malerisch sollten die eingereichten Werke nach den Vorgaben der Jury sein. Laut dem Bundesverband Bildender Künstler (BBK), Gründer und Veranstalter des Jugendkunstpreises, der dieses Jahr im Kunsthaus Troisdorf verliehen wurde, stellt der Jugendkunstpreis eine wichtige Brücke vom Kunstunterricht in der Schule zum freien und professionellen Kunstbetrieb her. 17 Schulen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hatten Kunstwerke eingereicht. Lesen Sie einen Bericht über die Veranstaltung:

Foto: Daniela Leiter

An der Verleihung und Vernissage des Jugendkunstpreises Bonn am ersten Märzwochenende nahm auch der GK Kunst Q1 der Liebfrauenschule unter der Leitung von Frau Nierhauve teil. Neben Gruppenbewerbungen waren auch Einzelbewerber*innen vertreten. Erfolgreich hat Liebfrauenschülerin Amelie Strömer eine Platzierung bei der Juryauswertung erzielt: Von 250 Bewerbungen hatte sie es mit ihren Acryl- und Ölgemälden in die enge Auswahl geschafft und schlussendlich den Zweiten Platz erreicht.  

So führt Amelie Strömer die Betrachterinnen und Betrachter mit lockerem und gleichzeitig souveränem Pinselstrich in die Tiefe ihres in den Augen der Expert*innen der Jury äußerst raffinierten Gemäldes. Das Bild „Dimensionen“ zeigt verschiedene Ebenen und eine scheinbare Distanz zwischen den einzelnen Personen. Trotzdem verspürt man eine gewisse Nähe und Verbundenheit, ausgestrahlt durch die Quintessenz, die sich dahinter verbirgt: Die Kunst. Sie verbindet die Menschen und mit den tief-blickenden Gesichtsausdrücken wird man Teil dieses Erlebnisses. Die Personen wollen regelrecht, dass man sich dem großen Ganzen anschließt.

Foto: Amelie Strömer

Das Bild „Der Fokus im Gewirr“ beschreibt einen Zustand der Überforderung. Es zeigt eine Person, die ihre Grenzen erreicht hat, die es nicht mehr schafft, ihre Gedanken klar zu sortieren und die einen Ausweg aus dieser Misere finden will. Eine Flut aus Gedanken überschwemmt sie regelrecht. Alles was jetzt nur noch zählt, ist die Flucht aus diesem Gewirr von Eindrücken und Gedanken. 
Alle Teilnehmer*innen haben wunderbare und individuelle Werke eingereicht und jedes Gemälde hätte einen eigenen Preis verdient.

(Hendrik Plönes)

Foto: Amelie Strömer