
Wir gratulieren unserer Schülerin zum 3. Platz beim „Jugend forscht Junior“-Regionalwettbewerb in Bonn! In ihrem beeindruckenden Projekt erforschte sie, gemeinsam mit Valentina und Luisa Lützeler (ehemals LFS, jetzt EMA), wie zuverlässig eine künstliche Intelligenz zwischen freundlichen und unfreundlichen Nachrichten unterscheiden kann – ein Thema mit hoher Relevanz für den Alltag von Kindern und Jugendlichen.
Worum ging es im Projekt?
Das Ziel war, Sprache gewissermaßen „unter das Mikroskop“ zu legen: Wie sozialsensibel kann ein Computer tatsächlich sein? Dafür entwickelten die Schülerinnen ein eigenes KI-Modell und trainierten es mit kurzen Chat- und WhatsApp-Beispielen, die sie selbst formulierten und in die Kategorien freundlich, neutral und gemein einordneten.
Vorgehen und Auswertung
Die KI lernte anhand der Beispielnachrichten typische Merkmale positiver, neutraler und negativer Formulierungen zu erkennen. Im Anschluss wurde die Erkennungsrate mit neuen Nachrichten überprüft und die Ergebnisse statistisch ausgewertet.
Das Training verlief erfolgreich: Das Modell konnte Nachrichten sinnvoll klassifizieren und damit zeigen, dass maschinelles Lernen soziale Signale in Texten bis zu einem beachtlichen Grad erfassen kann.
Warum ist das wichtig?
Das Projekt zeigt, wie KI dazu beitragen kann, digitale Kommunikation sicherer und respektvoller zu gestalten. Mögliche Anwendungen:
- Kinderschutz-Tools, die beleidigende oder toxische Nachrichten automatisch markieren oder entschärfen
- Plugins, die vor dem Absenden anzeigen, wie eine Nachricht emotional wirken könnte
- Unterstützungsfunktionen für Moderation in Chats und Lernplattformen
Ausblick
Das entwickelte Tool kann künftig weiter ausgebaut werden – mit größeren, vielfältigeren Datensätzen und einer noch feineren Unterscheidung von Gefühlsnuancen. So ließen sich Erkennungsgenauigkeit und Fairness weiter steigern.
Wir gratulieren herzlich zu der großartigen Leistung, dem Forschergeist und dem gesellschaftlich bedeutsamen Thema!
Text und Bild: Dr. B. Busert
