In der Woche nach den Osterferien 2026 nahmen die Schülerinnen der Stufe 9 am Theaterprojekt „Die
Gedanken sind frei“ in Zusammenarbeit mit Missio teil. Dabei ging es um das Thema der
Religionsfreiheit und Menschenwürde – begleitet wurden sie dabei von Schauspielerin Ann-
Britta Dohle und von Schauspieler Marius Meschede.
Nach vier Tagen, die gefüllt waren mit dem Erstellen eines eigenen Drehbuchs und dem Proben
der Szenen, war es dann am Ende der Woche so weit:
In verschiedenen Szenen zeigten die Schülerinnen, was sie selbst geschrieben und geprobt
hatten.
Da ging es um das auf dem Dachboden gefundene Tagebuch der jüdischen Urgroßmutter, die in
der Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten lebte und sich um die Sicherheit ihrer
Familie sorgte. Sie kehrte nicht vom Einkauf auf dem Markt zurück.
Weitere Szenen zeigten, wie eine Schülerin gemobbt wurde, da sie einer anderen Religion
angehört, oder wie in einem religiös totalitären Staat ins Privatleben einer Familie eingegriffen wurde.
Am Ende der Vorführung gab es eine gemeinsame Aktion mit dem Publikum: Die Schülerinnen
der Stufe 8 und die Lehrerinnen und Lehrer, die die Vorführung besucht hatten, beschrifteten
Pappkartons mit den Werten, die für sie unverzichtbar sind.
Einige Stimmen der Schülerinnen zu dem Projekt:
„Mir haben unsere Schauspielszenen sehr gut gefallen, die haben unser Miteinander gestärkt.
Aber es wäre cool gewesen, mehr Zeit für die Vorbereitung zu haben.“
„Dass wir selbst entscheiden konnten, wie wir die einzelnen Szenen gestalten, hat großen Spaß
gemacht. Wir wurden zu nichts gezwungen und konnten so unseren eigenen Charakter
einbringen.“
„Hier in dem Projekt wurden wir verstanden und Probleme wurden gelöst.“
„Auch wenn wir unsere Szene selbst entwickeln durften, so war es doch gut, dass wir ein
Oberthema vorgegeben bekommen haben. So standen wir nicht ohne Ideen da!“
Text und Bilder: Andrea Windhorst-Riede, Schulseelsorgerin


